Heimische Skigebiete: Unsicherer Start in den Winter. Hochkar und Lackenhof bereiten sich auf Saisonstart vor – auch wenn dieser sicher später als geplant erfolgen wird.

Von Claudia Christ. Erstellt am 25. November 2020 (11:51)
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Jufa Hochkar

Schneefall und tiefe Temperaturen sorgten am Wochenende bei vielen Skifahrern schon für Vorfreude auf die ersten Schwünge auf der Piste. Auch das Hochkar und der Ötscher präsentierten sich in weißer Pracht.

Eigentlich beste Bedingungen für den geplanten Saisonstart am 5. Dezember. Doch dieser muss heuer verschoben werden, aufgrund des Lockdowns, der voraussichtlich bis zum 6. Dezember andauern wird. Wie es dann weitergehen wird, ist noch unklar. Denn es wird gemunkelt, dass der Liftbetrieb in den Skigebieten frühestens am 18. Dezember, also erst kurz vor Weihnachten, starten wird. Die entsprechende Verordnung fehlt bislang noch.

Dennoch laufen am Hochkar und in Lackenhof die Vorbereitungen für die Wintersaison. „Mit den Vorbereitungen sind wir im Zeitplan. Die Teams zur Beschneiung sind fertig und am Wochenende konnten aufgrund der tiefen Temperaturen erstmalig die Schneekanonen in Betrieb genommen werden“, sagt Andreas Buder, Geschäftsführer der Bergbahnen in Lackenhof und am Hochkar.

Einen gelungenen Testlauf in Sachen Präventionskonzept legte das Hochkar ja bereits am 18. Oktober hin. Dank eines überraschenden Wintereinbruchs wurden hier für einen Tag die Lifte für 500 Gäste geöffnet. Dieses Experiment brachte für Buder folgende Erkenntnisse: „Der Erfolg steht und fällt mit der Eigenverantwortung, der Geduld und der Flexibilität unserer Gäste. Die Rahmenbedingungen für einen sicheren Skitag wurden von uns geschaffen, unter anderem mit der Möglichkeit, die Skitickets online von zuhause aus zu kaufen.“

Doch wie kann ein Skigebiet einen Gästeansturm in Coronazeiten bewältigen? Mit der Thematik der Gästebeschränkung setzt sich das Team aktuell intensiv auseinander. Entsprechende Maßnahmen werden laut Buder in den nächsten Tagen noch im Detail ausgearbeitet.

Saison 2020/21 ohne große Pisten-Events

Fest steht jedoch bereits, dass es in dieser Saison keine Events auf der Piste geben wird. Veranstaltungen wie „Genuss Wedeln“ oder „Guga hö“ fallen aus. „Das ist notwendig“, sagt Buder, um den Gästen einen sicheren Skitag gewährleisten zu können. Massenansammlungen sollen so gut wie möglich vermieden werden. „Da all diese Events immer sehr gut besucht wurden, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen.“

Saisonkarten mit Pandemie-Gutschrift

Positiv überrascht ist Andreas Buder über die Treue der Stammkunden: „Rund zwei Drittel der Saisonkarten konnten wir bereits im Vorverkauf ausstellen, bestimmt auch aufgrund der Pandemie-Rückvergütungsgarantie.“ Von vielen anderen Gästen wisse man, dass sie aufgrund der unsicheren Lage vermehrt auf Tagesausflüge setzen werden.

Aufgrund der außergewöhnlichen Situation haben die Skigebiete der Ybbstaler Alpen eine einheitliche Vorgehensweise beschlossen. Sollte es aufgrund Covid-19 zu einer gleichzeitigen behördlichen Schließung der Ötscherlifte, Hochkar Bergbahnen, Maiszinken Lifte, Königsberglifte und Forsteralmlifte kommen, erhalten die Kartenbesitzer eine Gutschrift für eine Ybbstaler Alpen WinterCard für die Saison 2021/22. Diese kann in Anspruch genommen werden, wenn die Nutzung der Karte nur an weniger als 15 Tagen während ihrer Gültigkeit möglich war.

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