Warten auf die weiße Pracht. Der für 30. November geplante Saisonstart am Hochkar und am Ötscher muss wegen Schneemangel verschoben werden.

Von Claudia Christ. Erstellt am 30. November 2019 (03:24)
Blauer Himmel und Pulverschnee lässt die Herzen der Wintersportler höherschlagen. Derzeit präsentieren sich Hochkar und Ötscher aber noch in eher herbstlichen Farben. Der für 30. November geplante Saisonstart muss deshalb verschoben werden.
Mostviertel.at

„Skifoan is des Leiwandste“. Da spricht Wolfgang Ambros wohl allen Skifans aus der Seele. Dennoch braucht es zum ultimativen Skierlebnis vor allem eines: nämlich genügend Schnee. Und dieser ist bislang am Hochkar und Ötscher eher Mangelware. Der geplante Saisonstart am kommenden Wochenende scheint deshalb ins Wasser zu fallen.

Dabei sah es vor wenigen Tagen gar nicht so schlecht aus: 50 Zentimeter Neuschnee am Hochkar und 15 Zentimeter in Lackenhof schürten die Hoffnungen auf einen planmäßigen Start. „Es ist alles vorbereitet, die Geräte sind überprüft, das Personal steht bereit, doch der Warmwettereinbruch machte uns einen Strich durch die Rechnung“, sagt Ötscherlift-Geschäftsführer Andreas Buder. Auch für den Einsatz der rund 50 Schneekanonen ist es einfach zu warm. „Laut derzeitiger Wetterprognose können wir den Saisonstart aktuell nicht voraussehen“, lautet das offizielle Statement der Pressestelle.

Dennoch laufen die Vorbereitungen auch am Hochkar auf Hochtouren. So präsentiert sich das Gasthaus „Talstation“ mit neuem „Facelift“. „Das Kaminstüberl wurde neu gestaltet, der gesamte Sanitärbereich restauriert. Den Gast erwartet eine neue Terrasse zur Piste hin mit einem netten Ausgabekiosk“, informiert Pressesprecherin Karin Munk. Zudem wurde am Hochkar ein neues Pistengerät angeschafft.

Daumen hoch für Ybbstaler Wintercard

Zufrieden zeigen sich alle beteiligten Skigebiete (Hochkar, Lackenhof am Ötscher, Königsberg, Forsteralm, Maiszinken Lunz am See) mit dem Vorverkauf der Ybbstaler Wintercard. „Konkrete Zahlen können wir noch nicht nennen“, informiert Munk. Fakt ist jedoch jetzt bereits, dass die Verkaufszahlen der Familienkarte zugelegt haben. „Unser Angebot hat sich preislich nicht verändert, obwohl neue Attraktionen wie die Flutlichtanlage auf dem Hochkar und auf der Forsteralm dazu- gekommen sind. Das wird von den Gästen geschätzt“, sagt Munk.

Ebenfalls zufrieden ist man mit der Entwicklung der Kooperation Ybbstaler Alpen, die nun seit fast einem Jahr besteht. Dabei schlossen sich die acht Ybbstalgemeinden Gaming/Lackenhof, Lunz, Göstling, St. Georgen/Reith, Hollenstein, Opponitz, Ybbsitz und Waidhofen und mittlerweile auch zahlreiche Betriebe zusammen, um in touristischen Belangen gemeinsame Sache zu machen. Dadurch konnten in den vergangenen Monaten nicht nur neue Zielgruppen erschlossen, sondern auch bereits jetzt neue Stammkunden dazugewonnen werden.

Das Skibusangebot wird erweitert

Damit noch mehr Wintersportler in der Region ihre Schwünge ziehen, wird derzeit von der Tourismusinitiative Ybbstaler Alpen an einem kostenlosen Skibusangebot für die Skiorte in der Region gearbeitet. Einige Gemeinden haben im Gemeinderat dafür bereits ihre Kostenbeteiligung bekundet. Im Rahmen dieses Skibussystems sollen dann Personen in Winterbekleidung bzw. mit gültigem Skipass die vorhandenen Linienbusse kostenfrei benutzen dürfen. „Die Verhandlungen diesbezüglich sind im Laufen“, sagt Munk.