Wetter setzt den Skigebieten enorm zu

Erstellt am 04. Januar 2022 | 13:58
Lesezeit: 3 Min
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Nur mehr am Hochkar herrschen noch gute Bedingungen. Die übrigen heimischen Skigebiete mussten ihren Betrieb mittlerweile schon einstellen (Maiszinken, Königsberg, Forsteralm) oder stark beschränken (Ötscher).
Foto: Christian Eplinger
Nur mehr am Hochkar herrschen noch gute Bedingungen. Ötscher musste montags Betrieb am Großen & Kleinen Ötscher einstellen.
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Durchaus zufrieden blickten Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) und ecoplus Alpin-Geschäftsführer Markus Redl auf den Wintersportmonat Dezember zurück. Mit rund 100.000 Gasteintritten in allen Seilbahnbetrieben der ecoplus Alpin (also inklusive Ötscher und Hochkar) lag der Dezember 2021 in etwa auf dem Vorkrisenniveau des Dezembers 2019. „Der Regen in der ersten Woche der Weihnachtsferien konnte durch tolle Wochenenden in der Vorweihnachtszeit ausgeglichen werden“, sagte Danninger.

Durch Corona und die strengeren Einreisekontrollen hätte es zwar bei den osteuropäischen Gästen einen Einbruch gegeben, „den konnten wir aber großteils durch Gäste aus Wien, Niederösterreich und der Steiermark abfangen“, freut sich Markus Redl. Der 27. und 28. Dezember sowie der 2. Jänner waren die bisher stärksten Tage in der heurigen Saison. Der Regen und die Temperaturen von über zehn Grad plus machten den heimischen Wintersportorten aber sehr zu schaffen. Nur mehr am Hochkar war am Montag noch ein praktisch uneingeschränkter Lift- und Pistenbetrieb möglich. Am Ötscher musste man den Betrieb der Sesselbahnen auf den Großen und Kleinen Ötscher einstellen. „Wir sind derzeit enorm bemüht, den Betrieb am Eibenkogel, Fuchswald und im Kinderland zu gewährleisten. Aber es ist ein Zusammenkratzen des Schnees“, weiß Redl.

Einheimische entdecken wieder ihre Lust am Skifahren.“ Markus redl Geschäftsführer ecoplus Alpin

Grüne Wiesen mit vereinzelten weißen Schneeresten oder schmalen Schneebändern gibt es in den anderen Wintersportorten der Region. Am Maiszinken in Lunz hat man im Jubiläumsjahr den Betrieb mit dem dritten Dezemberwochenende eingestellt. Seit 29. Dezember stehen auch die Königsberglifte still. Und auf der Forsteralm hat man sich mehr schlecht als recht über den Jahreswechsel mit einzelnen Schließtagen und einer dünnen Schneeauflage gerettet. Am Montag musste man dann aber endgültig wieder schließen.

Dennoch: Alle Skigebiete hoffen inzwischen dringend auf einen Temperaturumschwung. Sobald es kälter wird, soll wieder künstlich beschneit werden. Denn eigentlich wäre die Buchungssituation in der Region gar nicht schlecht, wie auch Gastronom Johannes Putz vom Hochkar bestätigt. „Wir waren mit der ersten Weihnachtswoche grundsätzlich zufrieden. Aber im Jänner merkt man durch die Ungewissheit, was die Omikron-Variante bringen wird, die Unsicherheit der Bevölkerung und eine gewisse Zurückhaltung bei der Buchungslage“, sagt Putz.

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