Neuer Moorsteg eröffnet. Am Hochmoor Leckermoor musste nach 15 Jahren der Steg ins „Moorauge“ erneuert werden. Ab sofort ist der moorige Erlebnisweg wieder für Besucher eröffnet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. Juni 2020 (04:21)
Geschäftsführer Christoph Leditznig und Nina Schönemann vom Wildnisgebiet Dürrenstein sowie Bürgermeister Friedrich Fahrnberger begutachteten den neuen Steg der direkt in das „Moorauge“ führt.
Perschl/Theo Kust

Vor 15 Jahren wurde das Leckermoor durch Renaturierungsmaßnahmen vor dem Austrocknen bewahrt und zur Bewusstseinsbildung ein Erlebnisweg angelegt. Seither ist es ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Als besonderes Highlight führt ein Holzsteg die Besucher direkt an das „Moorauge“, das Herzstück des Moores, und ermöglicht den Blick auf eine atemberaubende Landschaft. Mittlerweile war es notwendig, den Holzsteg und die Aussichtsplattform aus Lärchenholz zu erneuern.

Die Wildnisgebietsverwaltung und die Gemeinde Göstling haben nun gemeinsam im Rahmen des Programms zur Entwicklung des ländlichen Raumes den Moorsteg und weitere Elemente des Moorerlebnisweges saniert. Ab sofort ist der Steg für Besucher freigegeben.

Geschäftsführer Christoph Leditznig und Nina Schönemann vom Wildnisgebiet Dürrenstein sowie Bürgermeister Friedrich Fahrnberger begutachteten den neuen Steg der direkt in das „Moorauge“ führt.
Perschl/Theo Kust

„Dass Moore einen besonders hohen ökologischen Wert und wesentlichen Einfluss auf unser Klima haben, ist leider viel zu wenig bekannt. Doch auch ihre atemberaubende Schönheit ist etwas sehr Wertvolles“, betont Wildnisgeschäftsführer Christoph Leditznig. Das Hochmoor Leckermoor in Göstling ist somit infolge der Renaturierungsmaßnahmen eines der wertvollsten Moore Niederösterreichs.

Als Erinnerung an die Renaturierungsmaßnahmen sind noch die Dämme zu sehen, die in den ehemaligen Entwässerungsgraben eingepasst wurden. Das Lärchenholz verhindert die künstliche Entwässerung, indem das Wasser nicht rasch abgeführt, sondern aufgestaut wird. „Heute sind die Balken bereits von Torfmoos überwachsen. Irgendwann werden die Stämme obsolet sein, dann wird der Torf sie umschließen und für die Nachwelt konservieren“, so Leditznig.

Perschl/Theo Kust

In den dabei entstehenden Wasserflächen können aus nächster Nähe Tiere und Pflanzen wie der Sonnentau – eine fleischfressende Pflanze – und der äußerst seltene Hochmoor-Perlmuttfalter beobachtet werden.

Für besonders Interessierte werden geführte Wanderungen um das Leckermoor veranstaltet. Das Besucherprogramm des Wildnisgebietes, mit Informationen zu den Führungen im Naturschutzgebeit Leckermoos, gibt es unter www.wildnisgebiet.at.