Kleine Erlauf: Digitale Daten, schnellere Information

Die seit 1906 bestehende Pegelmessstelle der Kleinen Erlauf in Wieselburg wurde umgebaut.

Erstellt am 02. April 2021 | 04:04
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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (rechts) mit den beiden Wieselburger Bürgermeistern Karl Gerstl (Landgemeinde) und Josef Leitner (Stadtgemeinde) bei der umgebauten Pegelstandsmessanlage.
Foto: NLK Filzwieser, NLK Filzwieser

Seit wenigen Tagen ist der Wasserstand der Kleinen Erlauf am Pegel Wieselburg online auf www.wasserstand-niederoesterreich.at verfügbar. Damit kann sich die Bevölkerung jederzeit über Wasserstand und Durchfluss an diesem neuralgischen Flussabschnitt informieren.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Wir wollen den Niederösterreichern Sicherheit geben. Mit bereits über 100 online übertragenen Pegelmessstellen bietet das Land NÖ einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation in unseren Gewässern. An 55 Messstellen können wir auch Prognosen bis zu 48 Stunden im Voraus erstellen. Bevölkerung, Behörden und Einsatzkräfte können sich damit rasch über Hochwassergefahren informieren.“

Der Pegel Wieselburg erfasst das Einzugsgebiet der Kleinen Erlauf. Seit 115 Jahren werden an dieser Stelle (direkt bei der NÖ-Halle) Wasserstände und Durchflüsse aufgezeichnet. Die mittlere Wasserführung beträgt 3 m³/s.

Das größte Hochwasser wurde im Juni 2009 mit 200 m³/s registriert. In einem Gemeinschaftsprojekt von Land, den Gemeinden Wieselburg und Wieselburg-Land und der Messe wurde die Messstation mit finanzieller Unterstützung des Bundes in den letzten Monaten grundlegend um 37.000 Euro umgebaut, sodass ab sofort alle Messdaten digital zugänglich sind.

Daneben investiert das Land Niederösterreich weiterhin massiv in den Ausbau des Hochwasserschutzes, auch in Wieselburg: Seit Ende 2018 erfolgt um 9,3 Millionen Euro die Umsetzung des Hochwasserschutzes an der Großen und Kleinen Erlauf. Die Maßnahmen umfassen eine Aufweitung der Kleinen Erlauf, die Errichtung von 2.400 lfm Hochwasserschutzmauern, 1.300 lfm Hochwasserschutzdämmen und rund 300 m² mobiler Dammbalken. Die Arbeiten sollen 2022 abgeschlossen werden.