Eine Saisonkarte für fünf Skigebiete . Die fünf Ybbstaler Skigebiete ziehen an einem Strang und präsentieren erstmals gemeinsame Saisonkarte für Wintersaison 18/19.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 03. September 2018 (18:00)
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Ybbstaler Alpen WinterCard
Freuen sich, dass die gemeinsame Ybbstaler Alpen WinterCard für die fünf Skigebiete Hochkar, Ötscher, Maiszinken, Königsberg und Forsteralm ab dieser Saison bereits Realität ist, von links: Göstlings Tourismusvereinsobmann Franz Kupfer, Hollensteins Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer, Königsberg-Geschäftsführer Herbert Zebenholzer, Hochkar/Ötscher-Geschäftsführer Andreas Buder, Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger, Eisenstraße-Obmann Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger, der Lunzer Bürgermeister Martin Ploderer, Gamings Bürgermeisterin und Nationalratsabgeordnete Renate Gruber sowie Forsteralm-Geschäftsführer Wolfgang Resch.
Christian Eplinger

Bevor wenige Stunden später „Die Tagträumer“ beim diesjährigen Königsberg Open Air ihre „Brücken zum Mond“ in den verregneten Hollensteiner Abendhimmel bauten, präsentierten die Gemeinde- und Skigebietsvertreter aus dem Ybbstal einen ganz anderen Brückenbau.

Erstmals gibt es heuer eine gemeinsame Saisonkarte für die fünf Skigebiete im Ybbstal – die Ybbstaler Alpen WinterCard. Um 399 Euro kann ein Erwachsener seine Skier die gesamte Wintersaison hindurch am Hochkar, Ötscher, Maiszinken, Königsberg oder auf der Forsteralm anschnallen. Das große Plus für Viel-Skifahrer: Je nach Schnee- und Wettersituation und dem eigenen (Tages-)Zeitbudget kann man sich für ein größeres oder kleineres Skigebiet entscheiden. In der Vorsaisson 2017/18 hatten diese fünf Skigebiete gemeinsam rund 400.000 Lift-eintritte.

„Jedes Skigebiet hat sein eigenes Profil. Wir ergänzen uns daher sehr gut.“Andreas Buder

„Das ist vor allem ein Angebot an die einheimischen Wintersportler. Sie haben damit die ganze Saison von Dezember bis April in einem Radius von rund 50 Kilometern garantiert einen Skibetrieb“, betont Herbert Zebenholzer, Geschäftsführer der Königsberg-Lifte.

Leidvolle Erfahrungen der Vergangenheit

Was es heißt, in einem Winter nur wenige Betriebstage anbieten zu können, wissen vor allem die kleineren Skigebiete Königsberg, Forsteralm und Maiszinken. „In der Saison 2013/14 hatten wir acht Skitage am Königsberg, zwölf auf der Forsteralm und drei am Maiszinken. Da kannst du dir dann schon etwas Besonderes für deine Saisonkartenbesitzer einfallen lassen“, schildert Zebenholzer.

Er war daher gemeinsam mit Andreas Buder, Geschäftsführer der Ötscher-Lifte und Prokurist der Hochkar Bergbahnen, auch die Triebfeder dieser gemeinsamen Saisonkarte, die mit Unterstützung der NÖ Eisenstraße jetzt verwirklicht wurde.

„Gespräche gab es ja auch schon in den letzten Jahren. Jetzt war im Zuge der gemeinsamen Ybbstaler Alpen-Bewegung die Zeit reif, das Produkt zu verwirklichen. Jedes Skigebiet hat sein eigenes Profil. Wir ergänzen uns daher sehr gut“, sagt Buder. Denn vor allem auch die kleineren Skigebiete seien enorm wichtig.

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Herbert Zebenholzer (links) und Andreas Buder sind die beiden Hauptinitiatoren der gemeinsamen Ybbstaler Alpen WinterCard.
Christian Eplinger

„Wir brauchen die kleineren Gebiete. Bei uns machen viele ihre ersten Schwünge – vor allem auch in Skikursen. Wenn sie es können, wollen sie aber in ein größeres Skigebiet fahren. Und da ist es wichtig, die Leute auch in der Region zu halten“, unterstreicht Forsteralm-Geschäftsführer Wolfgang Resch.

Hochkar und Ötscher waren in den letzten Saisonen mit der gemeinsamen Saisonkarte bereits Vorreiter auf diesem Gebiet. Erfolgreich. Immerhin rund 1.000 Saisonkarten wurden zuletzt am Hochkar beziehungsweise Ötscher verkauft. Auch für den Königsberg und die Forsteralm gab es betriebsübergreifende Saisonkarten. „Mit der Ybbstaler Alpen WinterCard gehen wir den nächsten Schritt“, freut sich Buder.

Billigere Alternative zur Ostalpen-Card

Der Ex-ÖSV-Weltcupläufer ist genauso wie der Göstlinger Bürgermeister Friedrich Fahrnberger überzeugt, dass vor allem viele Nachwuchsrennfahrer im Gebiet West diese Karte nutzen werden. „Alle Nachwuchsrennen finden genau in diesen fünf Skigebieten statt. Hier trainieren auch unsere Vereine“, weiß Fahrnberger.

Zudem ist die Ybbstaler Alpen WinterCard mit 399 Euro billiger als die Ostalpen-Card mit 528 Euro. Allerdings umfasst diese natürlich 20 Skigebiete in Niederösterreich und der Steiermark. „Da ist vor allem das Stuhleck das große Zugpferd“, weiß Buder. Für Familien gibt es bei der Ybbstaler Winter AlpenCard ein besonderes Zuckerl. Beim gemeinsamen Kauf von Saisonkarten bis zum 31. Oktober ist die zweite Karte um 25 Prozent reduziert und jede weitere Karte sogar um 50 Prozent.

„Das ist ein Projekt, auf das wir stolz sein können. Es zeigt, dass wir insgesamt stärker sind, wenn wir kooperieren. Bei allem Verständnis für die Einzelinteressen jedes Standortes, werden wir aber nur über den gemeinsamen Weg der Kooperation langfristig erfolgreich sein“, unterstreicht Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger.

Wobei man wieder bei „Die Tagträumer“ angelangt ist: „Unmöglich ist viel. Viel ist groß. Wir sind größer. Wir bauen Brücken zum Mond. Denn wir sind Brüder auf ewig. Und das kann uns keiner nehmen“, heißt es in dem Songtext.

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