„Der Ötscher ruft“: Täglich bis zu neun Projekte eingereicht

Erstellt am 01. März 2022 | 12:52
Lesezeit: 3 Min
„Der Ötscher ruft“ geht in die nächste Phase. Ralf Eisenhut und Stefan Hackl über die eingereichten Ideen und Tendenzen.
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NÖN: Wie viele Ideen sind schlussendlich zusammengekommen?

Ralf Eisenhut: Es wurden bis Ende Februar über 460 Ideen im Rahmen unseres Ideenwettbewerbs eingereicht – und das innerhalb von nur 60 Tagen. Das heißt, dass jeden Tag 7 bis 9 Projekte eingetragen worden sind. Eine sehr beachtliche Zahl!

Hat die Kampagne ihre Erwartungen erfüllt bzw. vielleicht sogar übertroffen?

Stefan Hackl: Wir haben gewusst, dass der Ötscher eine hohe Emotionalität hervorruft. Aber dass so viele Menschen auch aktiv und kreativ an der Zukunft des Ötscherdorfs mitarbeiten möchten, das hat uns im positivsten Sinne überrascht. Für dieses Engagement sind wir sehr dankbar.

Wie vielfältig sind die Ideen der Einreichungen?

Eisenhut: Es ist schwierig, einzelne Projektideen herauszugreifen, weil ja in einem nächsten Schritt die Community am Wort sein soll. Aber es zeigen sich schon sehr spannende Tendenzen: Eine Vielzahl von Einreichungen greift ökologische Gedanken auf, andererseits sind auch die Themen Rad und Wasser im Sommer sowie Tourenski im Winter immer wieder genannt worden. Auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Liftinfrastruktur wurden eingebracht.

Was ist der nächste Schritt?

Hackl: Von 1. bis 16. März können alle, die sich auf der Ideenplattform mit ihrer E-Mail-Adresse und einem Passwort registrieren, an der Community-Bewertung teilnehmen. Dabei kann man immer zwischen zwei Projektideen auswählen. Bis Anfang Mai werden die Ergebnisse dann von einer Fachjury gesichtet, zusammengeführt und bewertet. Im Mai möchten wir alle, die Ideen eingereicht haben, zu einem Informationstag in Lackenhof einladen.

Worauf kommt es besonders an, damit eine Idee verwirklicht werden kann?

Eisenhut: Sie muss ökonomisch und ökologisch nachhaltig sein und natürlich in Lackenhof umsetzbar sein. Aber für uns war es in diesem ersten Schritt wichtig, den Trichter weit aufzumachen und der Kreativität Raum zu geben. Am Ende wird ein Gesamtkonzept stehen – und die Ideenplattform ist dafür neben externer Expertise eine sehr wichtige Basis. Die Gedanken sind frei und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, aber der wirklich schwierige Teil kommt erst: Die Ideen müssen auch den Praxistest bestehen und mit den Vorstellungen der Region und der Grundeigentümer zusammenpassen. Nur so schaffen wir es auch, dass die Ideen realisiert werden können.

Stichwort Einreicher: Kommen die Vorschläge überwiegend von den Einheimischen oder haben sich auch viele Fremde und Gäste daran beteiligt?

Hackl: Es sind sehr viele Einreichungen von Gästen und „Ötscher-Fans“ aus ganz Niederösterreich dabei. Es haben uns sogar Einreichungen aus Deutschland erreicht. Aber auch die lokalen Betriebe und insbesondere die Bürgerinitiative „Zukunft Lackenhof“ haben sich sehr positiv eingebracht. Diese Aufbruchsstimmung vor Ort ist für die Umsetzung entscheidend.

Welche Zukunftsperspektiven sehen Sie persönlich für Lackenhof?

Eisenhuf: Wir wollen hier dem laufenden Prozess nicht vorgreifen, weil die Perspektive für Lackenhof keine Einzelperson vorgeben kann, die müssen wir im Teamwork zwischen Region, Grundeigentümern, potenziellen Investoren gemeinsam entwickeln.

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