Vom Streben und Sterben bei wellenklaenge in Lunz. Die „wellenklaenge“-Intendanten verraten, was die Besucher heuer erwartet.

Von Claudia Christ. Erstellt am 10. Juli 2021 (07:22)
Die Intendanten Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer thematisieren in diesem Jahr die Aspekte „Streben & Sterben“.
Theresa Pewal, Theresa Pewal

Von 16. bis 31. Juli widmet sich das Festival „Wellenklaenge“ ganz dem Thema „Streben & Sterben“. Zum Eröffnungskonzert treffen Violetta Parisini und der Schmusechor aufeinander. Die NÖN hat die beiden Intendanten Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer vorab zum Interview eingeladen.

NÖN: Durch die Lockerungen sind mit 1. Juli Besucherbeschränkungen und Maske weggefallen. Es scheint ein Festival in gewohnter Form möglich zu sein. Wie glücklich sind Sie beide darüber?

Beide: Sehr, sehr!

Das Kartenkontingent konnte aufgrund der neuen Verordnung aufgestockt werden. Stellt Sie das vor neue Aufgaben bzw. Herausforderungen?

Julia Lacherstorfer: Für das Ticketing-Team ist es natürlich ein ordentlicher Schub an Arbeit, der aber mit Freuden in Kauf genommen wird. Insgesamt bringt es noch mal einen Berg an Fragen, die man neu durchdenken muss. Aber in Summe wird ja alles leichter, und es ist einfach großartig, dass unser Programm, in dem soviel Herzblut steckt, einer größeren Anzahl von Menschen zugänglich wird.

Heuer gibt es einige neue Mitglieder im wellenklaenge-Team. Welche Bereiche betrifft das?

Lacherstorfer: Die größten Bereiche sind die neue Geschäftsleitung (Theresa Höfler) und unsere neue Produktionsleitung (Lisa Reimitz-Wachberger). Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung, besonders im Bereich der Geschäftsleitung, wo bislang unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden durch unseren Vereinsobmann Jakob J. Nachbargauer abgedeckt wurden, was so in der Form einfach nicht mehr zumutbar ist, weil das Arbeitspensum einfach zu groß geworden ist.

Wie laufen die Vorbereitungen generell?

Simon Zöchbauer: Sehr gut, und überraschend entspannt bisher!

Was dürfen die Besucher in diesem Jahr vom Programm erwarten?

Beide: Mit unserem Jahresthema „Streben & Sterben“ rücken wir diese beiden Aspekte in den Fokus und betrachten sie auch abseits der Pandemie. Einerseits geht es um das Streben nach etwas im Außen, um die Bewegung hin zu etwas, das Emporstrecken und das Wachsen. Auf der anderen Seite geht es um den Abschluss eines jeden Zyklus. Wir thematisieren den Rückzug nach innen und bis hin zum finalen Akt des Sterbens. Dabei wollen wir auch Fragen aufwerfen. Ob das Sterben als Vollendung gesehen werden kann, ob es gleichzeitig ein Neuanfang ist – und die grundsätzliche Frage nach Vergänglichkeit.

Wer soll diese Fragen beantworten?

Lacherstorfer: Dies diskutieren wir einerseits im Rahmen unserer Podiumsgespräche, andererseits fließen diese Aspekte auch künstlerisch in die Programmierung der Künstler ein.

Was wünscht Sie sich für das Festival 2021?

Beide: Viel Sonne, erfüllende Begegnungen und glückliche Künstler.