Über 1.000 Jagdhörner erklingen in Wieselburg. Seit Freitag findet im Francisco Josephinum in Wieselburg der 50. Internationale NÖ Jagdhornbläserwettbewerb statt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. Juni 2019 (22:00)

Um die 1.000 Jagdhornbläser stellen sich an zwei Tagen in dem öffentlich frei zugänglichen Wettbewerb der Jury. Die Siegerehrung findet am Samstag um 18 Uhr statt. Auch für ein umfangreiches Rahmenprogramm ist gesorgt.

An zwei Bewerbstagen stellen am Areal des Schloss Weinzierl die besten 1.000 Jagdhornbläser mit
insgesamt 80 Bläsergruppen ihr musikalisches Feingefühl unter Beweis. Wertungsrichter beurteilen die
Fertigkeiten der Teilnehmer in drei Leistungsgruppen: Bewertet werden Tempo, Dynamik, Rhythmus,
Artikulation, Stimmung, Zusammenspiel, musikalische Gestaltung und der Gesamteindruck der Gruppen.
Den Gewinnern winken tolle Preise sowie Ehren-Abzeichen des NÖ Jagdverbandes.

Event für die ganze Familie

Das Jagdhornfest ist ein Event für die ganze Familie. Die Besucher erwartet ein feierliches Programm im malerischen Schlosspark-Ambiente sowie herrliche regionale Kulinarik. Am Samstag sorgen LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesjägermeister Josef Pröll persönlich für das leibliche Wohl der Gäste und schenken
erlesene niederösterreichische Weine aus.

In der Jägerschaft ist Niederösterreich gemeinhin als ein Hort des traditionellen Jagdhornblasens
bekannt. Mit über 1.300 aktiven Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläsern aufgeteilt auf rund 120
Bläsergruppen nimmt das Land, was die aktive Pflege dieses Brauchtums betrifft, unter den anderen
Bundesländern eine Vorreiterrolle ein. „Der Jagdhornbläser-Wettbewerb ist für den NÖ Jagdverband
immer ein Highlight im Veranstaltungskalender. Man spürt selten so viel Freude und Leidenschaft für
jagdliches Brauchtum, wie beim gemeinsamen Jagdhornblasen. Dass das musikalische Niveau von Jahr
zu Jahr steigt, freut uns natürlich besonders“, sagt der Landesjägermeister von Niederösterreich, Josef Pröll.

Die archaischen Töne des Jagdhorns sind in Niederösterreich bei vielen Anlässen nicht wegzudenken:
Zur festlichen Gestaltung von Hubertusfeiern, Hochzeiten, der letzten Ehre für einen verstorbenen
Jagdkameraden sowie zahlreichen gesellschaftlichen Anlässen sind die Bläsergruppen stets anzutreffen.
Dennoch hat das Jagdhorn seine Wurzeln in vielfältigen praktischen Funktionen: „Rund um die Jagd
waren Hornsignale zur Abstimmung unter den Jägerinnen und Jägern die einzige
Verständigungsmöglichkeit. Während heute das Jagdhorn als Sinnbild für weidmännische Traditionen
steht, war die Ausübung des Handwerks Jagd in früheren Zeiten ohne dessen Signale unmöglich“, erinnert
Sylvia Scherhaufer, die Generalsekretärin des NÖ Jagdverbandes, an den historischen Ursprung des
Jagdhornblasens.
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