Ein Hafen für Lebensqualität in Scheibbs

Palliativstation am Landesklinikum Scheibbs feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Alle interessierten Mitarbeiter des Hauses waren eingeladen, die Station zu besuchen.

Erstellt am 15. August 2021 | 05:19
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Ärztlicher Direktor Erwin Schwaighofer und kaufmännische Direktorin Klaudia Watzinger bedankten sich bei den leitenden Mitarbeiterinnen der Palliative Care: Petra Schweighofer (Stationsleitung Pflege Palliative Care), Birgit Kum-Taucher (Leitende Fachärztin).
Foto: Landesklinikum

Am 1. August feierte die Palliativstation ihr 20-jähriges Bestehen. Viele Schautafeln und Fotos erinnern an die vielen berührenden Momente mit Patienten und machen den Palliativgedanken spürbar. Coronabedingt lud die Palliativstation Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Jubiläumstag zu einem gemeinsamen Rückblick auf die letzten 20 Jahre ein.

Die Palliativstation ist seit jeher ein ganz besonderer Bereich im Haus und verfügt zum Beispiel über einen gemütlichen Wohnbereich, in dem sich die Patientinnen und Patienten fast wie zu Hause fühlen. Alle Patientenzimmer sind mit einem Balkon ausgestattet, der nicht nur ein Verweilen an der frischen Luft ermöglicht, sondern einen einmaligen Blick in den südseitig angelegten Patientengarten bietet. Der „Raum der Stille“ ist ein Ort der Ruhe und bietet eine würdige Atmosphäre zur Verabschiedung von Verstorbenen.

Musik- und Hundethearpie auf Palliativstation

Das Besondere an der Palliativstation ist, dass neben der Physiotherapie sowie der ernährungsmedizinischen und psychologischen Betreuung auch Musik- und Hundetherapie zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten werden Ziele zur Steigerung der Lebensqualität wie Schmerzlinderung, Erleichterung der Atemnot oder Linderung der Übelkeit festgelegt und ein individueller Tagesablauf, abgestimmt auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen, vereinbart.

Besondere Kenntnisse in Basaler Stimulation, Kinästhetik und Validation machen es möglich, Patienten professionell zu versorgen. Neben den klassischen Mitteln der Schulmedizin werden ergänzende Methoden wie Lasertherapie, Lichttherapie, Aromatherapie, Akupunktur und Laserakupunktur eingesetzt.

Fragestellungen sind nicht nur symptomorientiert, sondern können auch im sozialen oder spirituellen Kontext stehen. Auch Angehörige werden je nach Wunsch und Bedürfnis einbezogen. So möchte die Palliativstation als „Hafen für Lebensqualität“ bereitstehen.