Haydn lebt in Weinzierl

Erstellt am 21. Mai 2022 | 07:56
Lesezeit: 2 Min
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Amiram Ganz ist künstlerischer Leiter des Festivals.
Foto: Nancy Horowitz
Amiram Ganz vom Altenberg Trio Wien gibt einen Vorgeschmack auf das Programm des Musikfests Weinzierl vom 27. bis 29. Mai.
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NÖN: Was erwartet das Publikum heuer beim Musikfest Weinzierl?

Amiram Ganz: Wir haben uns wie immer bemüht, ein vielfältiges Programm zu bieten und erstklassige Musiker einzuladen. Was, wie ich glaube, auch gelungen ist. Das zentrale Thema bleibt natürlich Joseph Haydn und die Musik seiner Zeit.

Das Musikfest findet, wie schon im Vorjahr, in einer leicht reduzierten Form statt?

Ganz: Das Musikfest dauert heuer wieder drei Tage, es gibt drei Kammerkonzerte, eines davon mit einer Prélude im Arkadenhof. Wir haben wieder die Promenadenkonzerte weggelassen. Das tut zwar weh, ist aber eine Vorsichtsmaßnahme, mit der wir uns abfinden müssen.

Welche Stücke gibt es heuer von Haydn zu hören?

Ganz: Ein ganz besonderes Stück, das Klaviertrio in d-Moll. Es zeigt die Experimentierfreude des Komponisten. Man kann es zukunftsweisend nennen.

Mit welchen anderen Highlights wartet das Programm auf?

Ganz: Es sind Publikums-Lieblinge wie Schuberts „Forellen Quintett“ dabei, aber auch weniger gespielte Werke, wie ein Klavierquintett von Ralph Vaughan Williams, einem englischen Komponisten, aus dem Jahr 1903. Und in der Prélude zum 2. Kammerkonzert am 28. Mai gastiert der Kammerchor musicapricciosa unter der Leitung von Ulrike Weidinger.

Beim Musikfest treten auch immer besondere Solisten auf. Welche sind es diesmal?

Ganz : Wir freuen uns besonders über die Hornistin Zora Slokar, die schon mehrmals bei uns war. Schön, dass sie Zeit hatte.

Wann beginnen Sie mit der Planung für 2023?

Ganz: So bald wie möglich. Nach dem Musikfest ist für uns vor dem Musikfest. Wir müssen das Programm schon deswegen rechtzeitig festlegen, damit auch alle Musiker ihre Engagements einteilen können.

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