„Keiner kann die Tragödie fassen“. Wieselburg-Land | Große Trauer: Zweijährige Mona kam unter Kindergartenbus. Staatsanwalt ermittelt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 26. Mai 2014 (13:24)
NOEN, PAUL PLUTSCH
Die kleine Ortschaft Plaika in der Gemeinde Wieselburg-Land steht seit vergangenem Dienstag unter Schock. Keiner kann sich erklären, wie diese Tragödie, die zum Tod der zweijährigen Mona geführt hat, passieren konnte. Foto: Paul Plutsch
Auch Tage danach steigen vielen noch die Tränen in die Augen, wenn sie an die schrecklichen Ereignisse des vergangenen Dienstags denken ( NÖN.at hatte berichtet ). Im kleinen Ortsteil Plaika ereignete sich eine unfassbare Tragödie. Noch immer hat keiner Antworten dafür, wie es zu diesem Unfall kommen konnte.

Anprall: Mädchen rührte sich nicht mehr

Wie jeden Tag war der sechsjährige Moritz auch an diesem Dienstag mit dem Kindergartenbus vom Kindergarten Mühling nach Hause gebracht worden. Seine Mama (28) erwartete ihn in der Einfahrt. Die 51-jährige Buslenkerin und die Busbegleiterin ließen Moritz aussteigen, sahen, wie er mit seiner Mutter Richtung Haus ging, und wollten die Fahrt fortsetzen.

Doch die Lenkerin stoppte den Bus abrupt, als sie einen Anprall wahrnahm. Sie stieg aus und sah hinter dem Bus Mona, die zweijährige Schwester von Moritz, auf der Straße liegen. Das Mädchen rührte sich nicht mehr. Ein Anrainer alarmierte sofort die Rettung.

„Bei uns sind alle noch immer unter Schock“

Das Wieselburger Rot-Kreuz-Team war rasch zur Stelle und begann mit den Reanimationsmaßnahmen. Kurze Zeit später wurden sie vom Notarztteam aus Ybbs und dem Rettungshubschrauber Christophorus 15 unterstützt. Aber alle Anstrengungen waren vergeblich. Die zweijährige Mona verstarb noch an der Unfallstelle.

Ihre Familie sowie die Buslenkerin wurden sofort vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuz betreut. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete ein Ermittlungsverfahren an. Am Freitag erfolgte das Begräbnis.

„Bei uns sind alle noch immer unter Schock. Keiner kann es fassen, wie das passieren konnte. Irgendwie muss sich Mona unbemerkt von allen dem Bus genähert haben. Es ist einfach furchtbar. Da findet man nicht die richtigen Worte“, weiß Bürgermeister Karl Gerstl.