Göstling: Kindergarten-Neubau als Lösung für Platznot

Göstling plant einen neuen Kindergarten. Projekt soll im Oktober beim Land NÖ für eine Förderung eingereicht werden.

Erstellt am 21. August 2020 | 04:54
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Der Göstlinger Kindergarten wurde 1987 für drei Gruppen eröffnet. Nun platz er aus allen Nähten. Ein Neubau wäre die einzige Möglichkeit hier für die Kinder genug Platz zu schaffen .
Foto: Christ

Die Gemeinde Göstling wächst zunehmends. Damit verbunden ist auch der Bedarf an Kindergarten-Plätzen in den vergangenen Jahren gestiegen. Bereits im letzten Kindergartenjahr wurde aufgrund des Bedarfs eine vierte Gruppe in der Volksschule eingerichtet. Ab Herbst sind bereits 70 Kinder angemeldet.

Zahlen bestätigen den Trend

„In Anbetracht, dass der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zunimmt, planen wir die Aufstockung auf eine fünfte Gruppe“, sagt Bürgermeister Friedrich Fahrnberger und ergänzt: „Wir haben besonders viele Anfragen für Kleinkinder-Plätze bis zu drei Jahren.“

Und die Zahlen bestätigen den Trend. Derzeit leben in der Gemeinde Göstling 53 Kinder im Alter von null bis drei Jahre. So viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Damit für die Kinder mehr Platz geschaffen werden kann, hat der Gemeinderat den Beschuss gefasst, um die ELERLandesförderung anzusuchen. Dafür wird in den nächsten Wochen ein Projekt ausgearbeitet.

Ausschreibung für Architektenwettbewerb

Geplant ist, den bestehenden Kindergarten abzureißen und ein völlig neues Haus zu errichten, das den Platzansprüchen gerecht werden kann. „Dazu wird es demnächst einen ausgeschriebenen Architektenwettbewerb geben“, erklärt der Bürgermeister. Mit dem Siegerprojekt will er dann vor das Land NÖ treten.

Während der Bauphase – diese könnte frühestens im kommenden Jahr beginnen – müsste natürlich ein Provisorium geschaffen werden. So könnte für ein Jahr eine zusätzliche zweite Gruppe in den Räumlichkeiten der Volksschule untergebracht werden. „Als Ausweichmöglichkeit für die anderen Kinder könnte ich mir auch gut das Feuerwehrhaus vorstellen“, sagt Fahrnberger.

Gespräche diesbezüglich laufen bereits. Eine Container-Lösung kommt für den Ortschef aufgrund der Kosten aber nicht in Frage. „Jetzt müssen wir aber vorerst einmal planen und dann abwarten, ob wir die 100-prozentige Förderung für den Ausbau der Kinderbetreuung erhalten. Für uns wäre es eine tolle Chance“, so Fahrnberger, der bereits im Oktober das Projekt dem Land NÖ vorlegen möchte. Die Umsetzung wäre für 2021/22 geplant.