Auch im Bezirk Scheibbs: Vorbereitung mit Abstand. Bei der Erstkommunions-Vorbereitung gibt es bei den Tischmüttern nur Kinder aus einer Klasse.

Von Anna Faltner und Karin Katona. Erstellt am 05. Mai 2021 (13:39)
Diakon Robert Plank feiert mit den Erstkommunionkindern (von links) Lisa Marie Grubhofer, Victor Glösmann, David Achleitner und Jonathan Pitzl den Vorstellungsgottesdienst Foto: Markus Eder
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Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Und zwar solche, die sich auch mit den vorgegebenen Corona-Regeln verstehen. Sowohl die Erstkommunions- als auch die Firmvorbereitung so zu gestalten wie gewohnt, war heuer nicht möglich. Dennoch wurden die Kinder und Jugendliche so gut wie möglich auf ihren großen Tag vorbereitet.

In Reinsberg war klar, sowohl Erstkommunion (5. Juni) als auch Firmung (12. Juni) sollen so „normal“ wie möglich gefeiert werden. „Wir feiern so, wie es momentan möglich ist. Wie die Regeln nach dem 19. Mai lauten, wissen wir ja noch nicht“, sagt der Reinsberger Diakon Robert Plank. Bei 30 Firmlingen inklusive Paten und Familien könnte es in der Pfarrkirche knapp werden. Aktuell dürfen ja nur 40 Personen zum Gottesdienst in die Kirche kommen.

„Falls es im Juni noch diese Begrenzungen gibt, werden wir vielleicht ins Musium für den Gottesdienst auswandern. Da ist genug Platz und der Weg dorthin ist ja fast derselbe“, informiert Plank. Eine Firmung, an der nur Firmlinge und Paten teilnehmen, möchte er vermeiden. Immerhin sollte auch die Familie dabei sein. Für die Erstkommunion sieht es etwas „lockerer“ aus, da die Gruppe mit neun Kindern schon etwas überschaubarer ist.

Die Vorbereitungen fanden zwar statt, allerdings anders als sonst. Für die Reinsberger Erstkommunionkinder hat die Religionslehrerin in der Schule einen wichtigen Part übernommen, ein paar Termine gab es in der Kirche. „Trotzdem fällt vieles weg. Wir als Kirchenvertreter bleiben für die Kinder ein Fremdkörper, weil sie kaum Zeit mit uns verbringen. Aber die Eltern unterstützen die Vorbereitung auch ganz toll“, betont der Diakon.

Die Firmvorbereitung fand dabei größtenteils in der Kirche in Form von Gottesdiensten statt. „Wir haben die Themen, die für die Firmlinge wichtig sind, in die Gottesdienste eingebaut. Aber das Gemeinschaftsgefühl, dass man als Gruppe in der Gemeinschaft der Kirche unterwegs ist, das gibt es jetzt leider nicht. Das finde ich sehr schade.“

Stark verkürzt findet am Samstag, 8. Mai, auch der Patentag statt. Für gewöhnlich erstreckt sich dieser über den ganzen Tag. Alle Firmlinge und ihre Paten sind gemeinsam unterwegs und lösen Aufgaben. Die Stationen, an denen den Firmlingen wichtige Inhalte vermittelt werden, gibt es zwar, diese werden allerdings im Alleingang (der Firmling mit seinem Paten) absolviert.

Auch in Purgstall läuft die Erstkommunion nicht in traditioneller Weise ab. Wie schon im Herbst 2020 wird heuer jede der drei zweiten VS-Klassen eine eigene Messe feiern. Die Feiern werden allerdings alle am selben Tag, Samstag, 19. Juni, um 8 Uhr, 10 Uhr und 12 Uhr, stattfinden.

„Wir feiern mit verordnetem Abstand und Masken in der Kirche. Die Familien dürfen bis zu acht Personen mitbringen. Die Plätze werden zugewiesen, die Eltern erhalten Platzkarten, damit alles reibungslos vonstattengeht“, erklärt Pfarrer Franz Kronister.

Die Vorbereitung, fährt der Priester fort, werde schulisch unterstützt und im Klassenverband gebe es auch Tischmutterstunden: „Bei der Zusammenstellung der Tischmutterrunden wird es Kleingruppen, aber keine Durchmischung der Schulklassen geben.“ Eine Firmung wird es heuer in Purgstall jedenfalls nicht geben. „Wir haben das Firmalter jetzt um ein Jahr hinaufgesetzt und werden erst im nächsten Jahr wieder eine Firmung abhalten“, sagt Pfarrer Franz Kronister.

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