Theaterherbst: Vorverkauf läuft an. Eine erfrischende, überaus witzige Komödie steht heuer beim Theaterherbst auf dem Programm. Ab sofort gibt es die begehrten Tickets.

Von Raimund Holzer. Erstellt am 23. Oktober 2019 (05:23)
impuls.kultur
Christina Meister-Sedlinger (vorne Mitte), das Schauspiel Scheibbs und die Crew fiebern der Premiere von „Der Vaterschaftsprozess des Zimmermanns Josef“ entgegen.

Ephraim Kishon bezeichnete sein Theaterstück „Der Vaterschaftsprozess des Zimmermanns Josef“ als Komödie, die meisten Kritiker und auch ORF-Moderatorin und Schauspielerin Christina Meister-Sedlinger, die in Scheibbs beim Theaterherbst wieder Regie über das Schauspiel Scheibbs führen wird, sehen das Werk dagegen als großartig gelungene Satire des erfolgreichen Schriftstellers.

Kishons Bücher („Wie unfair, David“ oder “Der Blaumilchkanal“) wurden meist von Friedrich Torberg ins Deutsche übersetzt. „Beim Theaterherbst wartet ein ungeheuer komisches Stück, das die biblische Geschichte gehörig auf den Kopf stellt“, verrät die Regisseurin, die sich so wie das Schauspiel-Ensemble und die Crew auf die sieben Aufführungen im kultur.portal freut. Premiere ist am Freitag, 8. November, um 19.30 Uhr.

Der Heilige Geist und viele Widersprüche

Ist es ein Kuriosum? ein Mysterium? Oder ein Wunder? Ein Gericht ist damit beauftragt, das Geheimnis um die Geburt Jesu zu lüften: Maria, die junge Mutter, ist zugegen, auch ihr Ehemann Josef, der es wagt, den Herrn Gott Imhimmel anzuklagen. Zeugen gibt es auch nicht wenige: Der Erzengel Gabriel, zwei der Evangelisten, ja sogar der Heilige Geist treten in den Zeugenstand und werden in ihre eigenen Widersprüche und in die Widersprüche ihres Herrn verwickelt. Ob dessen Widersacher par excellence, ein gewisser Dr. Beelzebub, schlussendlich des Rätsels Lösung besitzt?

Ephraim Kishon’s geistreiches Stück, ist unterhaltsam und herausfordernd zugleich — nicht zuletzt durch die Rolle der Hauptperson, um die sich alles dreht, den himmlischen Vater.