Adieu, Schwert des Damokles. Armin Grasberger über den ersten Saisonsieg des FC Göstling.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 16. Oktober 2018 (04:00)

„Ich habe mich noch nie so gefreut, dass du mich anrufst.“ Die Erleichterung war förmlich greifbar, als Gerald Leichtfried am vergangenen Samstagnachmittag den Anruf aus der NÖN-Redaktion entgegennahm. Sein FC Göstling hatte in der 2. Klasse Ybbstal soeben den ersten Sieg der Saison eingefahren.

Lange hatten die Göstlinger auf ein Erfolgserlebnis wie dieses warten müssen. Der letzte Dreier, der stammte nämlich noch aus dem letzten Jahr. Am 5. November 2017 hatte der FC zu Hause im Nachbarschaftsduell den FC Hollenstein mit 4:2 besiegt. Diesmal musste Ertl die Heimreise ohne Punkte antreten.

„Es freut mich so irrsinnig für die Mannschaft“, erzählte Leichtfried weiter. „Die Burschen haben sich nie hängen gelassen und immer alles investiert. Jetzt wurden sie endlich belohnt.“ Was dieses Erfolgserlebnis für die Mannschaft und Neo-Coach Wolfgang Ginner bedeutet, ist schwer vorauszusehen.

Zumindest ist mit dem Sieg ein Damoklesschwert über den Köpfen der Ybbstaler verschwunden. Das Damoklesschwert einer sieglosen Saison. Das kollektive Gedächtnis ist nämlich grade beim Sport besonders gut und gnadenlos. Und wer will schon als Teil einer Mannschaft in die Geschichte eingehen, die eine Saison sieglos blieb? Richtig: niemand.