Auf dass der Beton hält. Armin Grasberger über die ellenlange Verletztenliste des SC Raika Wieselburg.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 18. Mai 2015 (12:38)

Ein allseits bekanntes, etwas ausgelutschtes aber dennoch zutreffendes Sprichwort behauptet: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften. Wenn man hinten gut steht, wenig Chancen und noch weniger Gegentreffer zulässt, dann genügt halt oftmals auch ein Treffer für den Sieg. Manchmal braucht‘s auch zwei, mehr aber nicht.

Die aktuelle Serie des SC Wieselburg ist ein guter Beweis für diese Behauptung. Die Braustädter gewannen ihre fünf letzten Spielen jeweils mit einem Tor Unterschied, vier Mal 2:1, ein Mal 1:0. Die Defensive funktioniert, der angerührte Beton hält bislang. Vor dem Gastspiel beim Tabellenschlusslicht Hofstetten erscheinen allerdings, verletzungsbedingt und zumindest auf dem Papier, erste Risse in diesem Beton.

Mit Alexander Greil, Pavel Vojtisek und Andreas Schluder muss Coach Christian Maurer drei Abwehrstützen vorgeben. Das schmerzt natürlich, ist Wieselburgs Defensivverband doch mit bisher nur 22 erhaltenen Treffern gemeinsam mit jenem von Haitzendorf Top in der 2. Landesliga West.

Die Braustädter haben in den vergangenen Wochen bereits gezeigt, dass sie namhafte Ausfälle gut kompensieren können. Es bleibt dem SC zu wünschen, dass dies auch in den kommenden Runden gelingt. Auf dass der Beton hält.