Auf dem Weg aus dem Sumpf. Über das kollektive Durchatmen in Wieselburg.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 29. Oktober 2019 (01:00)

Geschichten zufolge war es ja bekannterweise ein gewisser Baron Münchhausen, der sich an seinem eigenen Haarschopf aus einem Sumpf gezogen haben soll. Jetzt ist dem König der Flunkerei natürlich kein Wort zu glauben, auch das ist bekannt. Der SC Wieselburg hat das von Münchhausen beanspruchte Manöver allerdings tatsächlich vollbracht. Die Braustädter haben sich selbst aus dem Abstiegssumpf der 2. Landesliga West gezogen. Am sprichwörtlichen Haarschopf. Vorerst zumindest.

Durchatmen ist angesagt beim SC. Nicht aufatmen. Dafür liegt noch zu viel Saison, die gespielt werden will, vor dem Team von Coach Rudolf Vogel. Die Lockerheit arbeitet aber beständig an ihrem Comeback. Da helfen die jüngsten zwei Siege ungemein. „Endlich ist der große Druck weg“, schnaufte Vogel nach dem 3:0-Triumph über St. Peter durch.

Das Team scheint sich gefunden zu haben. Die Ausfälle der Routiniers Markus Speiser und Petr Hosek konnten kompensiert werden. Der offensiv bisher enttäuschende Jakub Petr glänzte in der Innenverteidigung, die Youngsters nahmen das Heft des Handels an sich.

Komplett raus aus dem Sumpf ist der SC Wieselburg freilich noch nicht. Vor zwei Wochen stand der Morast aber noch bis zum Kinn, heute: hüfthoch.