23-jähriger Hoffnungsträger. Über den Rücktritt von Renate Gruber als SPÖ-Chefin.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. Oktober 2019 (04:35)

Hermann Lechner, Karl Hager, Günther Leichtfried, Renate Gruber – seit 1969 hatte die Bezirks-SPÖ durchgehend Abgeordnete im Landtag, Bundesrat oder Nationalrat. Diese Zeit ist seit dem letzten Wahlsonntag vorbei. Die SPÖ ist an ihrem Tiefpunkt angelangt und sucht nach einem Neustart – nicht nur auf Bundesebene. Nur mehr 16,9 Prozent der Wählerstimmen konnte die SPÖ im Ötscherland für sich verbuchen.

In Anbetracht dessen ist der Rücktritt von Renate Gruber als Bezirksparteivorsitzende keine Überraschung. Die Art und Weise, wie der Rücktritt geschehen ist, kam aber dann doch überraschend. Ohne Vorankündigung legte sie beim letzten Tagesordnungspunkt der Bezirksparteivorstandssitzung ihren Vorsitz zurück. Sie wollte mit ihrer Rolle als Regionalpolitikerin abschließen – schnell und auf allen Ebenen. Damit will sie Platz für neue Zukunftshoffnungen der SPÖ machen. Eine große Bürde für den 23-jährigen Stefan Hofinger, der nun in diese neue Parteirolle schlüpfen soll.