Big Brother is watching. Christian Eplinger über hirnlose Vandalenakte und Videoüber wachungen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 11. September 2018 (05:00)

George Orwell hat in seinem Roman „1984“ über den Kampf gegen die allgegenwärtige Überwachung durch eine diktatorische Staatspartei geschrieben. Heute – 70 Jahre später, denn geschrieben wurde der Roman 1948 – lässt bei geplanten Videoüberwachungen von öffentlichen Plätzen der Aufschrei der Bevölkerung nicht lange auf sich warten. Keiner will in einem Überwachungsstaat leben.

Doch dann diese hirnlosen Vandalenakte im Scheibbser Stadt- und Töpperpark oder im Wieselburger Schlosspark: Der Schaden für die Allgemeinheit ist da und geht in den vierstelligen Euro-Bereich. Der Ruf nach mehr Polizeikontrollen und Videoüberwachungen wird lauter.

Für alle besser wären allerdings zwei Appelle: Ein Appell an die Täter, doch ihr Hirn einzuschalten. Sie zerstören fremdes Eigentum, für das wieder alle Steuerzahler – und damit sie selbst oder eventuell ihre Eltern – aufkommen müssen. Der zweite Appell richtet sich an die Zivilcourage der Leute. Gegen Vandalismus einzuschreiten oder Vandalen anzuzeigen ist kein Spießbürgertum, sondern angesichts der jüngsten Vorfälle Gebot der Stunde.