Das Zittern in der SPÖ. Über das drohende Ende von Renate Gruber als Abgeordnete.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 04. Juni 2019 (04:00)

Die Neuwahlen im Herbst sorgen bei der SPÖ angesichts der desaströsen EU-Wahlergebnisse und aktuellen Meinungsumfragen für großes Zittern – und für Diskussionen im Wahlkreis. 28.046 Stimmen holte die SPÖ bei der EU-Wahl im Wahlkreis Mostviertel. Damit machten um 11.098 Wähler weniger ihr Kreuzerl bei der SPÖ als bei den Nationalratswahlen 2017. Die SPÖ lag auch unterhalb der Wahlzahl eines Direktmandates bei den Nationalratswahlen.

Aber nicht nur diese Tatsache bringt das Nationalratsabgeordnetenmandat von Renate Gruber nach nur einem Jahr stark ins Wanken. 2018 rückte Gruber über das Amstettner Mandat von Königsberger-Ludwig überraschend ins Parlament nach. Schon damals schäumte der Bezirk Melk mit seinem Spitzenkandidaten Alois Schroll. Ein zweites Mal wird er sich nicht abspeisen lassen. Und ob Amstetten nochmals verzichtet, darf auch stark bezweifelt werden. Normalerweise ist der Bezirk Scheibbs im Wahlkreis eben nur die Nummer drei.