Der Bezirk ist nur Zuschauer. Über den Nationalratswahlkampf im Bezirk Scheibbs.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 27. August 2019 (03:39)

In 35 Tagen wählt Österreich einen neuen Nationalrat. Und während der Wahlkampf im Bund schon voll an Fahrt aufgenommen hat, geht es im Wahlkreis erst dieser Tage so richtig los. Kandidaten werden präsentiert, Themen werden gesetzt, Forderungen werden gestellt.

Auf den ersten Blick mag diese Wahl aus regionaler Sicht fast ein wenig bedeutungslos erscheinen – schließlich gibt es keinen einzigen Fixstarter aus dem Bezirk Scheibbs für das Parlament. Alle großen Parteien setzen im Wahlkreis auf Kandidaten aus den Bezirken Melk beziehungsweise Amstetten als Zugpferde. Einzig die Vorzugsstimmen könnten am Ende des Tages daran theoretisch etwas ändern. Wobei auch hier Scheibbs als eindeutig kleinster Bezirk nur eine untergeordnete Rolle spielen wird.

Aus Bezirkssicht ist es daher schade, dass Renate Gruber innerhalb der SPÖ nicht zum Zug gekommen ist. Denn einen Vertreter im Parlament zu haben, hat noch nie geschadet – egal von welcher Partei.