Die Osterruhe fruchtet zu spät. Über Inzidenzwerte, Zählweisen und Ausreisetests.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 07. April 2021 (03:02)

Am Gründonnerstag durfte der Bezirk eine kleines „Osterwunder“ bejubeln. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank zur Überraschung aller unter die 400er-Grenze. Allerdings nur für einen Tag. Seit Karfreitag ist man wieder weit drüber. In die neue Woche startete man gar mit Werten jenseits von 500.

Sofort wurde der Verdacht laut, da hat wer gemogelt, positive Tests zurückgehalten oder gar weniger getestet, um sich die Ausreisetests zu ersparen. Stimmt alles nicht, dementieren die Verantwortlichen im Bezirk entschieden. Man habe keinen Einfluss, wann, wie oder welche Daten die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in das offiziell gültige Dashboard einspeist. Die Testergebnisse werden automatisch verarbeitet. Aber genau da drängt sich die Frage auf: Warum gibt es nach einem Jahr Pandemie immer noch so große Ungereimtheiten über den Datenlauf beziehungsweise Unterschiede bei der Zählweise zwischen Ländern und Bund? Föderalismus ist nicht immer nur von Vorteil.