Drei Schranken auf 700 Metern. Über die Frage nach der Sinnhaftigkeit.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 11. November 2020 (05:30)

Vorschrift ist Vorschrift, heißt ein geflügelter Satz im österreichischen Sprachgebrauch. So manche Vorschrift lässt einen aber nur den Kopf schütteln. So etwa die 2012 in Kraft getretene Eisenbahnkreuzungsverordnung. Diese sollte bewirken, dass Österreichs Eisenbahnkreuzungen sicherer werden. Ein hehres Anliegen, bei dem man aber mitunter auch über das Ziel hinausschießen kann.

So etwa in Saffen. Dort werden ab Ende November drei Schrankenanlagen innerhalb von 700 Metern zu finden sein. Jene bei der Haltestelle Saffen mag man noch verstehen, die Bahnübergänge am Weißenbach- und Unteren Saffenweg mittels Schranken zu sichern, scheint aber maßlos übertrieben zu sein.

Ja, jeder unbeschrankte Bahnübergang ist eine Gefahrenquelle und Unfälle dort haben leider auch im Bezirk schon mehrmals tödlich geendet. Aber zwei Schrankenanlagen um 1,7 Millionen Euro Gesamtkosten für 18 Liegenschaften zu errichten, erscheint dann doch zu viel des Guten.