Dunkle Wolken über Gericht. Über die Pläne, das Bezirksgericht zu schließen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 15. Oktober 2019 (02:00)

Wie ein Damoklesschwert schweben schon seit geraumer Zeit die Schließungsgerüchte über dem Bezirksgericht Scheibbs. Nun gibt es erneut Anlass zur Sorge. Denn Scheibbs steht mit weiteren elf Standorten auf einer internen Schließungsliste des Innenministeriums.

Welche Auswirkungen das auf die Bezirkshauptstadt und auf die ganze Region haben würde – einfach undenkbar. Ein Eintrag ins Grundbuch, familien- und mietrechtliche Angelegenheiten sowie die kostenlose rechtliche Beratung: Für all diese Angelegenheiten müsste dann ein längerer Weg nach Melk in Kauf genommen werden. Für viele Bürger unzumutbar, zumal es mit den öffentlichen Verkehrsverbindungen im Bezirk auch nicht zum Besten steht. „Die ländlichen Regionen stärken, die Abwanderung der Bevölkerung stoppen“ – diese mantraartigen Aussagen aus der Politik scheinen in Anbetracht der dunklen Wolken über dem Bezirksgericht fast wie ein Hohn.