Ein notwendiger, mutiger Schritt. Über die Neupositionierung der Wieselburger Messe.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 17. September 2019 (05:00)

Nach 91 Jahren wird die erfolgreichste Messe des blau-gelben Bundeslandes neu konzipiert und positioniert. Die Wieselburger Messe, seit 1928 Hotspot des agrarischen Lebens, wird zweigeteilt. Ab 2020 finden die Landwirtschaftsmesse in der zweiten Aprilhälfte und das traditionelle Wieselburger Volksfest zum gewohnten Termin rund um den Schulschluss statt.

Ein mutiger Schritt. Aber vor allem ein notwendiger, wie Besucher- und Klimadatenanalysen und Ausstellerbefragungen der letzten Jahre zeigten. Die Klimaverschiebung – zu viele heiße Tage, frühere Erntezeiten – war immer wieder auch bei der Wieselburger Messe spürbar.

Wirklich gute Besucherzahlen bei der Messe gab es zuletzt nur dann, wenn es regnete. Daran änderten auch Gratis-Eintrittstage und diverse Kooperationen wenig. Jetzt geht die Messe offensiv nach vorne und agiert. Das ist allemal besser, als abzuwarten und in der Messewoche wie ein Besessener auf die Wetter-App zu starren. Mutig und hoffentlich erfolgreich.