Eine ganz neue Ära bricht an. Christian Eplinger über den geplanten Bürgermeisterwechsel in Gresten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 04. Dezember 2018 (02:05)

Nach 20 Jahren als Bürgermeister tritt am 2. Jänner mit Wolfgang Fahrnberger einer der letzten „Orts-Kaiser“ des Bezirks (im positiven Sinne gemeint) ab. Für Gresten ist das nicht nur ein Bürgermeisterwechsel. Es ist eine 100-Grad-Drehung beim politischen Führungsstil.

Wolfgang Fahrnberger war mit allen Wassern gewaschen. Er wusste, welche Hebel er drehen musste, um das für ihn gewünschte Ergebnis zu erreichen – mitunter auch ohne die ungeteilte Zustimmung seiner Fraktion. Von der des politischen Mitbewerbers ganz zu schweigen. Wenn auch die meisten Gemeinderatsbeschlüsse in Fahrnbergers Ära einstimmig waren, bei der Bürgermeisterwahl selbst stimmte die ÖVP nie mit. Aber auch das nahm Fahrnberger mit einem Achselzucken zur Kenntnis. Harald Gnadenberger ist da ganz anders. Ein Teamplayer, der schon vor Beginn seiner Amtszeit die Zusammenarbeit auch mit der ÖVP-Fraktion sucht. Es bricht eine ganz neue Ära an – für Gresten hoffentlich eine ähnlich erfolgreiche.