Es kann auch zu viel werden. Über Gratwanderung sanfter Tourismus.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 24. Juni 2020 (05:28)

Urlaub in Österreich ist vor allem im Coronajahr in – davon soll auch die Region profitieren. Naturschönheiten hat man genug zu bieten – von Hochkar, Ötscher, Naturpark über den Ybbstalradweg bis hin zum Lunzer See. Da und dort werden die Werbetrommeln gerührt. Vor allem TV-Sendungen tragen dazu bei, dass Anfragen steigen, wie das jüngste Beispiel der Marcel-Hirscher-Sendung bewies. Im Herbst rückt der Lunzer See in den Blickpunkt, dann wenn er in der NÖ-Ausscheidung von „9 Plätze – 9 Schätze“ steht.

Bei all der Freude für den Tourismus und die damit verbundene wichtige wirtschaftliche Umwegrentabilität, so muss man da und dort ein wenig auf die Bremse steigen. Die Region lebt vom sanften Tourismus, nicht von Massenströmen. Und wenn der Ybbstalradweg einen Tag wie den 13. Juni erlebt, wo tausende Radler unterwegs waren, dann ist es eine echte Gratwanderung. Sowohl für Touristen als auch für Einheimische. Zu viel des Guten ist eben auch zu viel.