Esperanza sollte kein Luxus sein. Über öffentliche Unterstützung für „schwierige“ Kids.

Von Karin Katona. Erstellt am 03. Dezember 2019 (04:45)

Auf dem Bauernhof Esperanza bei Oberndorf leben neun Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen in einer betreuten Wohngemeinschaft mit vielen Tieren. Mit diesem Konzept, bekannt als tiergestützte Pädagogik, leistete Martina Kotzina vor 21 Jahren Pionierarbeit in Österreich. „Schwierige“ Kids, die durch die Maschen des Systems fallen, tun sich oft mit Tieren leichter als mit Menschen, werden zugänglicher, lernen Empathie und Rücksicht.

Ins NÖ Normkostenmodell für stationäre Betreuungseinrichtungen passt Esperanza nicht. Zu groß ist der Tierpark, zu teuer die Haltung. Auch sollen die Plätze für Individualbetreuung gekürzt werden. „Die vorhandenen Mittel besser aufteilen“ wollen die zuständigen Behörden mit dem Modell. Heißt das, dass insgesamt weniger Mittel da sind? Oder dass man sich „Luxus“ wie Esperanza nicht mehr leisten will? Aber wenn es sich die Gesellschaft nicht mehr leisten kann, in die Zukunft von Kindern zu investieren, schaut es traurig für uns alle aus.