Gretchenfrage für Turnaround. Über die Fusionsidee von Ötscher und Hochkar.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 10. Dezember 2020 (03:06)

Die positive Nachricht: Die Ötscherlifte gehen auch im Coronajahr in Betrieb. Am 24. Dezember sollen die ersten Skigäste über die Pisten carven.

Soweit so gut. Alles Friede, Freude, Eierkuchen zwischen den beiden Gesellschaftern, der Schröcksnadel-Gruppe und dem Land? Mitnichten. Das zeigt die Diskussion hinter den Kulissen über die mögliche Fusion von Ötscherliften mit den Hochkar Bergbahnen. Der Wintersportler selbst würde davon unmittelbar wenig merken. Gemeinsame Skikarten gibt es bereits.

Nur hier spielen wirtschaftliche Überlegungen die Hauptrolle. Durch den Zusammenschluss der beiden Einzelgesellschaften wäre die schwächelnde Ötscherliftgesellschaft wirtschaftlich gestärkt. Denn für einen echten Turnaround am Ötscher ist längerfristige Liquidität notwendig. Eine einmalige (geförderte) Investition wird zu wenig sein. Ob die private Schröcksnadel-Gruppe ihre Hochkar-Gewinne aber so einfach in Richtung Ötscher transferiert, wird die Gretchenfrage werden.