Huber schadet mehr als Ibiza. Über Aufreger im Finish des Wahlkampfes.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 24. September 2019 (05:00)

Noch wenige Tage, dann ist der nächste Wahlkampf Geschichte. Ein Wahlkampf, der im Bezirk Scheibbs bis zur Vorwoche ohne echten Aufreger, aber auch ohne echten inhaltlichen Schwerpunkte über die Bühne gegangen ist – sieht man von den kleinen, roten parteiinternen Scharmützeln zwischen Alois Schroll und Renate Gruber ab.

Für ein politisches Erdbeben sorgte aber der Nachbarbezirk Melk. Der Parteiausschluss von FPÖ-Klubobmann Martin Huber hat in der FPÖ für ein gehöriges Durcheinander gesorgt. Huber hat aufgrund der räumlichen Nähe und als Josephiner auch sehr gute Kontakte in den Scheibbser Bezirk.

Er ist auch Mitglied der in Wieselburg sesshaften, schlagenden Burschenschaft „Tafelrunde Agraria“, deren Bedeutung allerdings in den letzten Jahren stark abgenommen hat. Dieser Ausschluss wird im Wahlkreis und im Bezirk Nachwirkungen haben und schadet am Sonntag der FPÖ im Wahlkreis vermutlich sogar mehr als das Ibiza-Video.