Kein einfacher Start für Obmann. Über die aktuelle Diskussion in der Bauernschaft.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 22. Juli 2020 (05:01)

Die Forderungen nach Strukturreformen, Schaffung größerer Einheiten und damit Bündelung der Kräfte, gerade im Verwaltungs- und Beratungsbereich, sind nicht neu. Banken, Versicherungen und nicht zuletzt auch Medien haben das vorgezeigt. Jetzt überlegen auch die Bezirksbauernkammern Scheibbs und Melk, ihre zwei Bürostandorte in Wieselburg zu vereinen. Gewisse Vorteile sind nicht wegzuleugnen. Noch dazu, wo man seit zwei Jahren schon eine gemeinsame Organisationseinheit bildet.

Dennoch: Die Bauern sind die Botschafter des ländlichen Raumes. Wenn gerade sie ihre Kammerstandorte verringern, ist das auch ein politisches Statement. Ein Statement, das für den neu gewählten und aus Wieselburg stammenden Scheibbser Kammerobmann Franz Rafetzeder ein Harakiri-Spiel sein könnte. Noch dazu, wo er sich bei der konstituierenden Kammervollversammlung Ende Mai eindeutig für den Kammerstandort Scheibbs ausgesprochen hat.