Kommunale Top-Manager. Über die oft unterschätzte Position eines Amtsleiters.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 12. Mai 2021 (05:04)

In vielen ländlichen Gemeinden gäbe es das eine oder andere Projekt sicher nicht, wenn es sie nicht gäbe – die Amtsleiter. Sie sind das Um und Auf in der Kommune, müssen über Baurecht genauso Bescheid wissen wie über die Finanzgebarung der Gemeinden oder die Hundeabgabe. Und sie sind das rechtliche Back-up für die Bürgermeister. „Meine Lebensversicherung“, wie es Karl Gerstl, ÖVP-Bürgermeister in Wieselburg-Land, am Freitag, anlässlich des Versetzungsgesuches seines Amtsleiters in den Ruhestand, ausdrückte.

Ein „Versetzungsgesuch in den Ruhestand“? Ein Terminus, der eigentlich so gar nicht mehr zum Bild der modernen Amtsleiter passt. Die Aufgaben der Gemeinden und damit auch der Amtsleiter werden immer mannigfaltiger. Heutzutage sollte man sie viel mehr als kommunale Manager titulieren. Denn wie bei einem Top-Manager weiß auch der scheidende Amtsleiter aus Wieselburg-Land: „Große Fehler kannst du dir in dieser Position nicht erlauben.“