Kunst lebt nicht vom Lob allein

Über die Pausen-Debatte bei Sommerkultur-Veranstaltungen.

Erstellt am 23. Juli 2019 | 03:51
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Pause oder keine Pause – das ist hier die Frage. Gerade bei Sommertheaterveranstaltungen oder Open Air-Konzerten ist das eine heikle Frage. Zum einen ist der Pausenkonsum an einem lauen Sommerabend oft ein nicht unwesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Planungen bei einem Sommer-Event.

Zum anderen kann die Pause die Dramaturgie eines Stückes oder die Stimmung bei einem Konzert ziemlich hart unterbrechen. Künstlerische Interessen prallen da auf wirtschaftliche – so wie beim Theatersommer Schloss Neubruck. Beim Schönherr-Klassiker „Der Weibsteufel“ baut sich die Dramatik von Szene zu Szene auf. Dramatik, die nun doch – anders als von Regisseurin und Hauptdarstellerin Christina Meister geplant – von einer Pause unterbrochen wird. Aber der Theatersommer soll eben auch zur Belebung der Gastwirtschaft Neubruck beitragen. In Abwandlung des Sprichwortes „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, muss es hier wohl heißen: Die Kunst lebt hier nicht vom Lob allein.