Leben retten in einer Stunde. Über die Blutspende-Situation im Bezirk Scheibbs.

Von Claudia Christ. Erstellt am 12. August 2020 (04:34)

Blutversorgung kennt keine Sommerpause, viele Spender aber schon. Laut Rotem Kreuz werden in Österreichs Spitälern im Schnitt 1.000 Blutkonserven pro Tag benötigt. Durch Corona und Sommerferien gibt es niederösterreichweit einen starken Rückgang an Spendefreudigen.

Anders ist das im Bezirk Scheibbs. Hier kommen seit Beginn der Pandemie sogar bis zu 20 Prozent mehr Spender zu den einzelnen Aktionen – ein besonders erfreuliches Ergebnis. Die Gründe dafür werden in der aktiven Werbung in den einzelnen Gemeinden vermutet. Hier hat sich eine aktive Spender-Community gebildet. Social Media sorgt dafür, mit den Spendern in Kontakt zu bleiben und an die nächste Aktion zu erinnern. Praktisch, aber nicht überall zielführend, denn Fakt ist auch, dass der Anteil an jungen Spendern eher gering ausfällt. Hier bräuchte es eine verstärkte Bewusstseinsbildung und Aufklärungsarbeit in Vereinen. Denn Blut zu spenden und damit Leben zu retten sollte keine Frage des Alters sein.