Persönliche Suche nach Normalität. Über die alte und neue „Normalität“ vor und nach Corona.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 29. April 2020 (05:01)

Da ist sie: die „neue Normalität“ – geprägt von Nasen-Mund-Schutzmasken, Sicherheitsabständen, Plexiglasabtrennungen, erhöhten Hygienemaßnahmen und Homeoffice oder E-Learning samt Video- und Telefonkonferenzen. Mittlerweile haben sich alle an den Anblick von Menschen mit Gesichtsmasken gewöhnt. Doch ist das wirklich normal?

Drehen wir die Uhr zwei Monate zurück. Wir waren Getriebene des Terminkalenders, top im Job stand für viele im Vordergrund, die Freizeit ein sehr dehnbarer Begriff, das Auto unentbehrlich und Sachen wie Reisefreiheit oder gesellige Runden im Freundeskreis genauso eine Selbstverständlichkeit wie Lebensmittel, die in erster Linie dazu da waren, um den Hunger zu stillen. Woher sie kamen zweitrangig. War das normal?

Zurück zur Normalität propagieren jetzt viele. Doch wie soll diese künftig ausschauen? Diesen Einschnitt, den Corona uns allen jetzt beschert hat, sollten wir auch dazu nutzen, genau darüber nachzudenken. Jeder sollte die Normalität wählen, die für ihn und zu ihm passt. Eine schwierige Aufgabe.