Wenn ein Like gar nicht gefällt. Über die „Gefahren“ für einen Politiker in Sozialen Medien.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 30. April 2019 (03:38)

Es gibt kaum eine größere Distanz in der Jugendpolitik als zwischen der Sozialistischen und der Freiheitlichen Jugend. Jede Seite wartet darauf, einen Fehltritt des anderen entsprechend auszuschlachten. Sofort wird mit scharfen Worten und Aufforderungen zum Rücktritt und Parteiausschluss „geschossen“. So auch vergangenen Freitag. Ein „Like“ zum Lenin-Geburtstag auf einer Social Media-Plattform von SJNÖ-Landesgeschäftsführerin Melanie Zvonik sorgte für helle Empörung bei den Blauen. Die 24-jährige Scheibbserin ist zufällig auch noch die Nummer zwei auf der EU-Wahlkanidatenliste der SPÖ Niederösterreich – und somit im Vorfeld des EU-Wahlkampfes perfekte Zielscheibe.

Auch wenn die (beidseitigen) Reaktionen überzogen und Wahlkampfgetöse sind, zeigt es einmal mehr sehr deutlich: Gerade bei Sozialen Medien gilt besondere Vorsicht, was man likt. Sehr schnell kann ein mitunter auch unbedacht gesetztes „Gefällt mir“ oder „Herzchen“ zum Boomerang werden.