Zur Impfung quer durchs Land. Über Impf- „Tourismus“ quer durch Niederösterreich.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:33)

Die Aufregung über die Vergabe der Impftermine hat sich zwar in der zweiten Woche der Freischaltung etwas gelegt, so richtig glücklich ist nach wie vor niemand. Vor allem aus der Ärzteschaft kommt Kritik. Die fühlt sich zu wenig eingebunden.

Der mit dem Anmeldesystem ausgelöste Impf-„Tourismus“ ist zudem nicht das Gelbe vom Ei. Die Angabe seines Heimatortes bei der Anmeldung verkommt zur Farce, wenn nur mehr ein Impftermin irgendwo weit weg zur Verfügung steht. So nimmt man ihn mangels Alternativen und Impfstoffknappheit trotzdem. Denn wer weiß, wann man den nächsten Termin bekommt? Gerade bei den über 80-Jährigen führt das oft zu logistischen Problemen.

Die Einführung von regionalen Impf-Clustern und Einbindung der praktischen Ärzte hätten womöglich viel Ärger ersparen können. In kleineren regionalen Einheiten wären auch eine Abstimmung der Ärzte und ein Eingehen auf Risikopatienten möglich gewesen. Diese Chance hat man leider vertan.