Bleiben sie ihrem Weg treu?. Armin Grasberger über die prekäre Kadersituation in Wieselburg.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 06. November 2018 (04:00)

Mit Prinzipien ist das so eine Sache. Gänzlich ohne durchs Leben zu gehen, ist eher weniger ratsam, wenn man allmorgendlich ohne Grant in den Spiegel schauen möchte. Ihnen beinhart zu folgen, ist dem Aufstieg auf der Karriereleiter hinderlich. Weicht man von ihnen ab, sind die Nörgler ganz flott da, die es immer schon gewusst haben.

Mit Prinzipien ist das eben so eine Sache. Das wissen auch die Funktionäre des SC Wieselburg. Die Braustädter haben sich im Sommer dazu entschlossen, einen Weg zu beschreiten, der keine Engagements von Legionären vorsieht. Neue Spieler sollen vornehmlich jung und aus der Region sein. Löblich und nachahmenswert. Bisher ist der SCW mit eigenen jungen Spielern ganz gut gefahren.

Jetzt hat es sich allerdings der Verletzungsteufel in Wieselburg bequem gemacht. Top-Angreifer Gabriel Hinterberger fällt mit einem Kreuzbandriss gar das ganze Frühjahr aus. Ersatz ist von Nöten. Ersatz wird gesucht. Ersatz ist aber gar nicht so leicht zu finden. Besonders in der Winterpause. Jetzt stellt sich die Frage: Bleibt Wieselburg seinen Prinzipien treu? Oder weichen die Braustädter angesichts der prekären Kadersituation von ihnen ab? Verständlich wäre es. Es steht nämlich dann doch ziemlich viel auf dem Spiel.