Das ist der Lauf der Dinge. Armin Grasberger über den Abgang von Christian Maurer in Wieselburg.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 10. Mai 2017 (05:00)

Laungsaum wochsma zaum. Ein Klassiker der jüngeren österreichischen Musikgeschichte. Kaum jemand, der die Ambros-Nummer nicht kennt. Manchmal entwickelt sich das Leben allerdings so, dass man sich fragen muss, ob man auch laungsaum ausanaund wochsn kaun. Wirft man einen Blick auf den SC Wieselburg, kann die Antwort wohl nur „Ja“ lauten.

Dort endet im Sommer die Amtszeit von Christian Maurer. Drei Jahre lang war er Trainer der Braustädter. Vizemeistertitel, Abstiegsangst, Fixgröße in der 2. Landesliga West. Höhenflug, Absturz, Konsolidierung. Wobei Absturz in Wahrheit etwas harsch ausgedrückt ist. Es liest sich aber gut. Dramatisch. Betrachtet man die Entwicklung der Wieselburger nüchtern, könnte sie typischer nicht sein.

Nach der großen Euphorie in Saison eins, kam in der zweiten Spielzeit der Rückschlag, gefolgt von der Etablierung im oberen Mittelfeld. Ein Wechselbad der Gefühle, das natürlich Spuren hinterlässt. Nun hat man sich, in beiderseitigem Einvernehmen, darauf geeinigt, getrennte Wege zu gehen. Nachvollziehbar. Maurer hat unbestritten hervorragende Arbeit geleistet. Zuletzt fühlte er sich aber nicht mehr zu 100 Prozent unterstützt. In so einem Fall ist es die vernünftigste Entscheidung, einen Schlussstrich zu ziehen. Der Lauf der Dinge.