Ein Tor für die Ewigkeit. Armin Grasberger über die Ideengeber der Drehbuchschreiber in Hollywood.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 01. September 2014 (13:43)
Es gibt Momente in der Laufbahn eines Sportler oder einer Sportlerin, die brennen sich für alle Zeiten ins Gedächtnis ein. Unauslöschbar. In Stein gemeißelt. Wecken Sie die betreffende Person Jahrzehnte später um 3 Uhr nachts auf und fragen sie nach just jenem Moment, er oder sie kann die entscheidenden Sekunden ohne Probleme bis hin zum kleinsten Detail wiedergeben.

Einen dieser Momente hat Raphael Affengruber wohl am vergangenen Freitag erlebt. Freilich, es ist die Aufgabe eines Stürmers, Tore zu erzielen. Das ist an sich nichts Außergewöhnliches. Affengrubers Treffer in der Nachspielzeit der Partie seines SC Wieselburg gegen Eggenburg war allerdings einer für die Ewigkeit. Denn damit sicherte er den Braustädtern den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der 2. Landesliga West.

Natürlich trug auch Stefan Sailer mit seinem 1:1 kurz vor Schluss einen nicht unerheblichen Teil zum Triumph bei, den absoluten Höhepunkt erreichte die Dramaturgie aber eben mit jenem „Knopf“ von Affengruber. Es klingt fast nach einer Story aus Hollywood, einer am Reißbrett herbeifantasierten Idealsituation. Wenn allerdings die Realität die Fiktion überholt, dann führt der Sport Regie und liefert Vorlagen. Irgendwoher muss sich ja auch Hollywood seine Inspiration holen.