Eine Frage der Romantik

Armin Grasberger über die besondere Atmosphäre der Hallenturniere.

Armin Grasberger
Armin Grasberger Erstellt am 08. Januar 2019 | 01:00
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Die großen Hallenmasters der Region sind vorbei. Die Erfolge der Bezirksvereine waren, nun ja, überschaubar. Darum geht‘s beim Tanz auf dem Parkett aber vorrangig auch gar nicht. Sicher: Jeder Kicker will gewinnen. Sonst wäre er als Sportler fehl am Platz. Es steht aber eine andere Devise klar im Vordergrund: Nur nicht verletzen.

Das ist leider nicht allen Bezirksvertretern gelungen. An dieser Stelle gehen Genesungswünsche nach Steinakirchen! An dieser Stelle steht aber auch ein „Ja!“ zum Hallenkick. Passieren kann immer etwas. Jeder Turnierteilnehmer ist sich der Risiken bewusst. Zugegeben: Ein bissl schneller geht es in der Halle schon, was die Blessuren betrifft. Aber irgendwie würde ohne Bandenzauber etwas fehlen. Und ja, das ist eine rein auf sport-romantischen Gefühlen basierende Sichtweise.

Früher, da war das große Wiener Stadthallenturnier das klassische Abschlussprogramm der Weihnachtsferien (neben der Vierschanzentournee). Das Spektakel in der Hauptstadt umgab dabei stets eine besondere Atmosphäre. Eine Mischung aus Laisser-faire und freundschaftlicher Häkelei. Und irgendwie ist die schon auch bei den Turnieren der Region spürbar. Die Stadthallen-Zanglerei wird so bald wohl nicht zurückkommen. Zum Glück gibt‘s die regionalen Masters. Wegen der Romantik wär‘s.