Einheit machte sich bezahlt. Raimund Bauer über das den Erfolg von Christian Steinhammer in Berlin.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 14. August 2018 (05:00)

Eine Sensation ereignete sich bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin. Mittendrin: Christian Steinhammer. Der 29- Jährige gewann mit dem Team rund um Lemawork Ketema und Peter Herzog überraschend die Bronzemedaille im Marathon.

Kuriosum am Rande: Bis zur Siegerverkündung war nicht klar, ob das Trio eine Medaille gewonnen hatte, denn auch der Österreichische Leichtathletikverband ging davon aus, dass der Teambewerb als Europacup geführt wird und nicht als Meisterschaft. Doch beim Blick auf dem Medaillenspiegel war es dann Gewissheit. Das Trio holte zum elften Mal Edelmetall für Österreich bei einer Freiluft-Europameisterschaft.

Ein unvergessener Moment für Steinhammer. Der St. Georgner ging mit wenigen Erwartungen in das Rennen. Einzig seine Leistung wollte er bringen. Von Medaillen war keine Rede. Vor allem nach dem Tiefpunkt beim Vienna-City-Marathon, als er das Rennen frühzeitig beenden musste. In Berlin ging er damit mit Vorsicht auf die ersten Kilometer. Dies machte sich auch bezahlt und brachte dem Trio die Bronzene.

Auf jeden Fall setzten die drei Läufer ein Ausrufezeichen im Laufsport. Auch wenn die Einzelmedaille fehlte, machte sich die geschlossene Einheit bezahlt.