Einsamkeit oben, Gedränge unten. Über eine womöglich aufgehende Schere im Bezirksfußball.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 04. Juni 2019 (01:00)

2. Landesliga, Gebietsliga, 1. Klasse, 2. Klasse — in der Vergangenheit waren die neun Fußballvereine des Scheibbser Bezirks eigentlich stets über diese vier Ligen verteilt. Man wechselte sich gegenseitig als Teil diverser Leistungsstufen ab, feierte Meistertitel, nahm frustriert Abstiege zur Kenntnis. Aber am Ende waren es doch immer jene vier Ligen. Wirkliche Konzentrationen gab es eigentlich selten.

Langsam sieht es aber danach aus, als würde der Bezirksfußball zu einer Zweiklassengesellschaft. Fünf der neun Teams finden sich bereits in der untersten Leistungsstufe wieder. Wenn es ganz blöd läuft, stößt mit der Union Steinakirchen heuer ein sechstes dazu. Sollte es für die SVg Purgstall andererseits ideal laufen, dann leisten die Erlauftaler ihren Nachbarn aus Wieselburg in der 2. Landesliga Gesellschaft. Der SV Oberndorf kickt in der kommenden Saison mit Sicherheit in der Gebietsliga West.

Woran liegt‘s? Schwer zu sagen. Das Ballungszentren-Argument sticht wohl nicht. Scheibbs als Bezirkshauptstadt dürfte dann nicht in der 2. Klasse spielen. Und Wieselburg hat auch einige Jahre gebraucht, um sich nach oben zu arbeiten.

Solange die Vereine aber ein vitaler Teil ihrer Gemeinden sind, ist es in Wahrheit (fast) egal, wo sie spielen.