Es kann nur das eine Ziel geben. Über die Kampfansage des SC Gresten- Reinsberg

Von Armin Grasberger. Erstellt am 09. Juli 2019 (01:21)

Oft ist es ja so: Um sich etwaigen Spott und etwaige Häme in der Zukunft zu sparen, zieht man in der Gegenwart lieber den Schwanz ein, macht sich klein, fliegt unter dem Radar. Bloß keine Ansprüche an sich selbst stellen, man könnte ja scheitern. Beim SC Gresten-Reinsberg hält man von dieser Art des Understatements aktuell gar nichts.

Die Erlauftaler haben auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Aber gewaltig. Neben Tobias Heigl, der zuletzt in der Gebietsliga West bei Hofstetten aktiv war, lotste der SCG mit Florian Zellhofer einen weiteren Grestner nach Hause zurück. Und dessen fußballerische Vita kann sich sehen lassen. 2. Bundesliga, Regionalliga Ost, zuletzt 1. Landesliga. Eine Bomben-Verstärkung.

Jetzt reißt ein Spieler allein keine Bäume aus. Das weiß man auch an den Ufern der Kleinen Erlauf. Dennoch geben sich die Grestner selbstbewusst. Ziel ist der Aufstieg in die 1. Klasse West. Oder eher die Rückkehr dorthin, wo man sich dazugehörig fühlt. Knapp 20 Jahre war der SCG erstklassig, dann kam 2017 der Abstieg. Dass Kicker der Marke Zellhofer/Heigl nicht für das berühmte Butterbrot spielen, ist klar. Aber wenn du vorne mitspielen willst, musst du eben Geld in die Hand nehmen. Das hat auch der SCG jetzt eingesehen.