Es wär ewig schad drum. Über die ungewisse Zukunft des Ötscher-Ultra- Marathons.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 28. Mai 2019 (02:47)

Er zählt unbestritten zu den landschaftlich schönsten und beeindruckendsten Läufen der Szene. Weltweit gesehen. Der Ötscher-Ultra-Marathon. Die Streckenführung rund um den Vater-Berg, durch die pittoresken Gräben, hinauf über den Rauhen Kamm (auch wenn die Passage heuer witterungsbedingt ausfiel) und weiter über das Gipfelplateau — besser geht‘s in Wahrheit nicht.

Was immer besser geht, ist die finanzielle Unterstützung seitens der Sponsoren. Das Team rund um Organisationschef Herbert Egger spult Jahr für Jahr unzählige Kilometer für seinen Marathon herunter. Immer wieder schaffen es die Enthusiasten, eine rundum gelungene Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Leichter wird das in den kommenden Jahren aber nicht.

So blieben heuer erstmals die Starter aus Jordanien dem Event fern. Zu hohe Kosten, zu großer Aufwand. Generell hat die Ultra-Marathon-Szene das Problem, recht überschaubar zu sein. Die abgerufenen Leistungen sind beeindruckend, fast schon übermenschlich. Das Interesse der Öffentlichkeit hält sich allerdings in Grenzen, und der somit fehlende Werbewert hält Investoren ab. Vor diesem Hintergrund ist das Engagement von Egger und Co. gar nicht hoch genug einzuschätzen. Es wär nämlich ewig schad um den Ötscher-Ultra-Marathon.