Es wird nicht einfacher

Erstellt am 27. April 2022 | 04:09
Lesezeit: 2 Min
über das Freiwilligenwesen und die Ich-Gesellschaft.

Das Freiwilligenwesen rückt jetzt nach Corona wieder mehr in das Blickfeld. An allen Ecken und Enden erwacht das Vereinsgeschehen zu neuem Leben. Allerdings nicht überall reibungslos. Denn Corona hat große Teile der Gesellschaft auch ein wenig mehr zur „Ich-Gesellschaft“ geführt. Man ist sich selbst am nächsten. Zuerst kommt das eigene Wohlbefinden, erst dann die Allgemeinheit.

Stimmt nicht, mögen jetzt viele sagen. Ein Blick auf das auch während der Pandemie gut funktionierende Feuerwehrwesen oder die neue Form der Nachbarschaftshilfe in dieser Zeit oder auch die Flüchtlingsbetreuung im Lehenhof mögen das teilweise widerlegen. Dennoch: Auf Dauer Leute zu finden, die regelmäßig freiwillige Dienste übernehmen – sei es bei Hilfsorganisationen oder in Vereinen – wird nicht einfacher. Die Einstellung der Essen-auf-Räder-Aktion in Gaming ist dafür ein erstes Alarmzeichen.