Genug ist halt dann genug. Armin Grasberger über die kurze Episode „Pospech“ beim SV Oberndorf.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 15. Mai 2018 (05:00)

Lang hat sie nicht gedauert, die Zeit von Zbynek Pospech beim SV Oberndorf. Nach nur acht Spielen haben sich die Melktaler wieder vom Tschechischen Offensivmann getrennt. Seine Ausbeute: Ein Treffer. Mager. Sehr mager.

Während der Wintervorbereitungszeit hatte sich der eine oder andere Beobachter hinter vorgehaltener Hand schon gefragt: „Was wollen die denn mit dem?“ Pospech entsprach nun nicht gerade der Vorstellung eines austrainierten Musterathleten. Und das muss ja auch nicht immer sein. Schlitzohrigkeit, Erfahrung und Talent machen oftmals fehlende Fitness wett. Thomas Kern, Trainer des SV Oberndorf, erklärte, warum die Wahl damals auf Pospech fiel. „Wir haben gewusst, dass er nicht für viel Laufarbeit geschaffen ist“, führte der Coach im Interview aus. „Aber eben auch so einen Typen für unsere Spielanlage gesucht.“

Die Melktaler hatten sich bei der Verpflichtung des Ex-Internationalen selbstverständlich etwas gedacht. Der Plan war da. Er ist eben nicht aufgegangen. Und genug ist halt dann irgendwann einfach genug. Man muss sich auch eingestehen können, wenn man eine falsche Entscheidung getroffen hat. Das hat Oberndorf gemacht und die Reißleine gezogen. Ob noch rechtzeitig, wird sich zeigen.