In seiner Haut will keiner sein. über politisches G’spür, zweierlei Maß und harsche Kritik.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 18. August 2021 (05:42)

Da wurde Franz Aigner erst vor wenigen Wochen mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen als ÖVP-Parteichef in der Bezirkshauptstadt bestätigt, sieht er sich kurz darauf mit einer Rücktrittsaufforderung aus den eigenen ÖVP-Reihen konfrontiert. Er hat es derzeit nicht einfach, tritt aber auch durch seine unverblümte Art immer wieder gern in manch ein Fettnäpfchen.

Anstatt sich über die Ansiedelung einer privaten Krankenanstalt mit bis zu 35 Arbeitsplätzen und 150 Patienten pro Tag freuen zu können, hagelt es Kritik am Verkaufspreis des Gebäudes für die Klinikbetreiber. Gut 200.000 Euro an „Gemeindesilber“ habe man verschenkt, sagt die Opposition. Als Wirtschafts- und Ansiedelungsförderung sieht es Aigner und die ÖVP.

Gesundheit ist in Scheibbs seit der Nicht-Nachfolge der Praxis von Doktor Exinger und der „Flucht“ von Doktor Müller nach St. Leonhard ein ganz sensibles Thema. Damals ist es an einer Förderung von rund 30.000 Euro gescheitert. Das fällt Aigner jetzt auf den Kopf.