Ist es Zeit für den Schnitt?. Armin Grasberger über die aktuell eher triste Lage beim ASV Kienberg/ Gaming

Von Armin Grasberger. Erstellt am 04. September 2018 (04:00)

Die Geschicke eines Fußballvereins zu lenken ist ganz und gar nicht einfach. So ein Funktionärsleben gleicht definitiv keinem Honiglecken. Am Ende wissen es nämlich immer alle besser. Nur antun will sich die Arbeit wieder keiner.

Besonders dann nicht, wenn gerade ein paar Radl im Dreck rennen. Wie beim ASV Kienberg/Gaming. Vor nicht allzulanger Zeit noch Aufstiegskandidat, findet sich der Verein aktuell auf dem letzten Platz der 2. Klasse Alpenvorland wieder. Mit Vince Kapcsos durfte der Club kurz vor Ende der Transferperiode zwar noch einen Bomben-Neuzugang präsentieren, bei den beiden anderen Legionären haben die Funktionäre aber kein glückliches Händchen bewiesen. Natürlich brauchen Spieler Zeit, sich an einen neuen Verein zu gewöhnen. Die muss und soll man ihnen auch zugestehen. Und Legionäre sind halt immer ein dankbarer Sündenbock.

Aber möglicherweise wäre es für den ASV eine Überlegung wert, sich von den bestenfalls durchschnittlichen Kickern zu trennen, dem eigenen Nachwuchs mehr Chancen einzuräumen. Das steigert die Identifikation der Zuschauer mit der Mannschaft und bewirkt bei so manch frustriertem Spieler eventuell einen Motivationsschub. Weiter nach unten kann es ja leider nicht mehr gehen.